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Ansprechpartner

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"Alarm für den Behandlungsplatz Strohgäu" 60 Einsatzkräfte üben den Ernstfall. In der Nacht von Freitag aus Samstag war um kurz nach 4 Uhr für 60 DRK-Einsatzkräfte aus Ditzingen, Gerlingen, Korntal, Münchingen und Schwieberdingen die Nacht zu Ende. Die DRK-Ortsvereine bilden den Behandlungsplatz Strohgäu. Ein Behandlungsplatz wird immer dann benötigt, wenn vor Ort weitere medizinische Maßnahmen notwendig sind, um die Transportstabilität von Patienten herzustellen, aber nicht ausreichend Kranken- und Rettungswagen zur Verfügung stehen. Er kommt entsprechend dem Konzept des baden-württembergischen Innenministeriums zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten zum Einsatz. Üblicherweise wird der Behandlungsplatz überregional, in Nachbarlandkreisen eingesetzt, um die dort bereits tätigen Einsatzkräfte zu unterstützen. 

Angenommen wurde ein Szenario im Bereich des NeckarPark Stuttgart mit vielen Verletzten. Ziel der Übung war diesmal nicht die Versorgung von Verletzten, sondern ein schneller Aufbau des Behandlungsplatzes bei Nacht sowie die Sicherstellung der Stromversorgung. Unter der Führung von Tobias Bensel (Organisatorischer Leiter Transport) machen sich die Einsatzkräfte im geschlossenen Verband auf den Weg vom Sammelpunkt in Korntal nach Bad Cannstatt. Als Organisatorischer Leiter Transport ist er für die gesamte Transportlogistik verantwortlich. Angefangen von der Anfahrt der Einsatzkräfte zur Einsatzstelle bis hin zur Anforderung und Zuteilung von Rettungswagen. 

Auf dem Cannstatter Wasen haben bereits Gerhard Hahl (Organisatorischer Leiter Behandlungsplatz) und seine Führungsassistenten Thilo Lang und Stefan Hahl erste Erkundungen vorgenommen und die Örtlichkeit für den Aufbau und Struktur des Behandlungsplatzes festgelegt. Zuerst werden die Technik-Fahrzeuge in Stellung gebracht. Sie sorgen innerhalb kürzester Zeit für das notwendige Licht. Sechs Zelte müssen aufgebaut und mit Strom versorgt werden. Die Einsatzkräfte arbeiten Hand in Hand. "Ruhig und diszipliniert laufen die Aufbauarbeiten", beobachtet die Kreisbereitschaftsleiterin des DRK-Kreisverband Stuttgart Waltraud Mohr das Geschehen. 

 Bereits nach 40 Minuten melden alle Bereiche Einsatzbereitschaft. Die Verantwortlichen hatten wegen dem Aufbau von Zelten und der Sicherstellung der Stromversorgung auf eine Zeit von unter einer Stunde gehofft. Diese Vorgabe wurde deutlich unterschritten - zur Freude aller. Gerhard Hahl und Ralf Kotte bedankten sich bei den rein ehrenamtlichen Einsatzkräften für diese herausragende Leistung. Auch diese Übung hat allen Beteiligten wieder wichtige Erkenntnisse geliefert, die in die weiteren Planungen zur Einrichtung eines BHP im DRK-Kreisverband Ludwigsburg einfließen. Das DRK im Kreis Ludwigsburg bereitet sich mit den Erfahrungen aus solchen Übungen gezielt auf Einsätze im Rahmen größerer Schadenereignisses vor. "Ich bin froh, zu wissen, dass wir im Ernstfall mit einer schlagkräftigen und gut ausgebildeten Hilfe aus dem Landkreis Ludwigsburg rechnen können" so Waltraud Mohr zum Abschluss der Übung.